Fachkräfte – einwanderungsgesetz seit 1. März in Kraft

Durch das beschlossene Fachkräfteeinwanderungsgesetz wird Fachkräften die Arbeitssuche in Deutschland erleichtert.

Zu den wesentlichen Neuerungen gehören:

  • – ein einheitlicher Fachkräftebegriff, der Hochschulabsolventen und Beschäftigte mit qualifizierter Berufsausbildung umfasst
  •  -der Verzicht auf eine Vorrangprüfung bei anerkannter Qualifikation und Arbeitsvertrag
  •  – der Wegfall der Begrenzung auf Mangelberufe bei qualifizierter Berufsausbildung
  •  – die Möglichkeit für Fachkräfte mit qualifizierter Berufsausbildung, entsprechend der bestehenden Regelung für Hochschulabsolventen, für eine befristete Zeit zur Arbeitsplatzsuche nach Deutschland zu kommen (Voraussetzung sind notwendige deutsche Sprachkenntnisse und die Sicherung des Lebensunterhalts)
  •  – verbesserte Möglichkeiten zum Aufenthalt für Qualifizierungsmaßnahmen im Inland mit dem Ziel der Anerkennung von beruflichen Qualifikationen
  •  – Verfahrensvereinfachungen, eine Bündelung der Zuständigkeiten bei zentralen Ausländerbehörden und beschleunigte Verfahren für Fachkräfte

Flankierende Maßnahmen

Für eine gezielte Steigerung der Zuwanderung von qualifizierten Fachkräften aus Drittstaaten ergänzt und flankiert die Bundesregierung die Regelungen des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes durch weitere Verbesserungen der Verwaltungsverfahren. Dies sind insbesondere Visumverfahren, gezielte Werbemaßnahmen gemeinsam mit der Wirtschaft, Beschleunigungen bei der Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse und eine verstärkte Sprachförderung insbesondere im Ausland.

Neue Regelungen umfassen vor allem:

  • Wer noch keinen Arbeitsvertrag hat, aber eine qualifizierte Berufsausbildung nachweisen kann, bekommt eine Aufenthaltserlaubnis für sechs Monate, um eine Stelle zu finden. In dieser Zeit können Arbeitssuchende bis zu zehn Wochenstunden auf Probe arbeiten oder ein Praktikum absolvieren, Voraussetzungen sind gute Deutschkenntnisse auf B2-Niveau und genug Geld für den Lebensunterhalt.
  • Bisher prüfte die Bundesagentur für Arbeit, ob es für eine Stelle passende Bewerber aus Deutschland oder der EU gibt, bevor ein Unternehmen eine Fachkraft aus einem anderen Land einstellen durfte. Diese Vorrangprüfung entfällt mit dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz – sie kann aber wieder eingeführt werden, wenn sich der Arbeitsmarkt verändert.
  • Suche nach einem Studienplatz oder Ausbildungsplatz: Absolventen deutscher Auslandsschulen dürfen nicht nur zum Studieren nach Deutschland kommen, sondern auch, um einen Studienplatz oder Ausbildungsplatz zu suchen.
  • Die Zuwanderung von Fachkräften aus Nicht-EU-Staaten ist nicht auf definierte „Mangelberufe“ beschränkt.

In welchen Berufen fehlen Fachkräfte?

Gesucht werden zum Beispiel Ärzte, Physiotherapeuten und Pflegekräfte, IT-Spezialisten, Ingenieure und Handwerker in der Baubranche, Experten für Luft- und Raumfahrt, Mechatronik, Elektrotechnik, Energietechnik und weitere MINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik).

Da IT-Spezialisten besonders begehrt sind, gibt es für sie eine Sonderregelung. Sie dürfen auch ohne Ausbildung einreisen – vorausgesetzt, sie können nachweisen, dass sie im Ausland schon mehrere Jahre in der Branche gearbeitet haben.

Wo finden ausländische Fachkräfte Informationen zum Arbeiten in Deutschland?

Das mehrsprachige Portal make-it-in-germany.com bündelt Informationen über Jobsuche, Qualifikationen, Sprachkurse, Visa , Arbeitswelt und Formalitäten im Alltag.

Leave a comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *