Mindestlohn: Einem Dokument mehrerer Bundesministerien zufolge sollen bei Flüchtlingen Ausnahmen möglich werden

In Deutschland gilt ein Mindestlohn von 8,84 die Stunde.

Für Flüchtlinge und Zuwanderer, die sich für die Anerkennung ihres ausländisches Berufsabschlusses in Deutschland nachqualifizieren, soll einem Medienbericht zufolge in dieser Zeit aber kein mehr Mindestlohn gelten.

Das berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ (Montagausgabe) unter Berufung auf ein gemeinsames Papier des Bundesarbeits-, Bundesfinanz- und Bundesbildungsministeriums. Müsse ein Geflüchteter mit einem Ausbildungsberuf noch praktische Kenntnisse in einem Betrieb erwerben, damit sein ausländischer Abschluss als gleichwertig gilt, sei dies wie ein Pflichtpraktikum zu werten.

Dies „fällt damit nicht unter die Mindestlohnpflicht. In diesen Fällen kann eine Ausbildungsvergütung gezahlt werden“, zitiert die Zeitung aus dem Papier. Der Mindestlohn wurde Anfang 2017 von 8,50 auf 8,84 Euro die Stunde erhöht.

Die Vorschläge stellen bisher nur Diskussionsbeiträge dar, zeigen aber eine Tendenz zur Anpassung des Mindestlohngesetzes an die Situation der schwierigen Vermittelbarkeit vieler Flüchtlinge und MigrantInnen in Arbeit und Ausbildung auf.

 

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